Neptun verlässt die Fische: Das Ende einer Ära

Neptun beendet seinen 165-jährigen Zyklus

Es gibt astrologische Momente, die kommen leise – und verändern trotzdem alles.
Genau so ein Moment ist Neptun auf dem 29. Grad der Fische. Der allerletzte Grad des gesamten Tierkreises. Der Punkt, an dem ein Zyklus nicht einfach endet, sondern sich auflöst.

Was wir gerade erleben, ist kein Übergang wie jeder andere. Es ist der Schlusspunkt einer 14-jährigen Ära, ein kollektiver Abschied, ein Innehalten kurz bevor sich eine Tür schließt. Und das Entscheidende: Kein heute lebender Mensch wird diesen Moment jemals wieder erleben.

Warum dieser Moment so einzigartig ist

Neptun ist einer der langsamsten Planeten unseres Sonnensystems. Er braucht rund 165 Jahre, um einmal durch den gesamten Tierkreis zu wandern.
Dass wir seinen Abschied aus den Fischen bewusst erleben, ist daher eine echte Ausnahme.

Vierzehn Jahre lang hat Neptun uns durch sein Heimatzeichen Fische begleitet. Jetzt, im Januar 2026, schließt sich dieser Kreis endgültig. Der Zyklus ist vollendet.

Was Neptun in den Fischen mit uns gemacht hat

Neptun steht für Träume, Spiritualität, Mitgefühl, Sehnsucht – aber auch für Illusionen und Selbsttäuschung.
In den Fischen, seinem eigenen Zeichen, wirkte diese Energie besonders intensiv.

Viele Menschen haben in diesen Jahren gespürt:

  • Gefühle wurden tiefer und durchlässiger

  • die Stimmung der Welt ging näher

  • Themen wie Sinn, Heilung und Verbundenheit rückten in den Fokus

Gleichzeitig zeigte sich die Schattenseite: emotionale Überforderung, Orientierungslosigkeit, das Gefühl, sich selbst zu verlieren. Neptun hat nichts beschönigt – er hat verstärkt.

Der astrologische Aspekt: Wenn Neptun alles zuspitzt

Jetzt, auf dem 29. Grad, wirkt Neptun nicht isoliert. Er steht in hoch sensitiven Spannungen zu anderen Planeten, insbesondere zu jenen, die für Realität, Struktur und Verantwortung stehen.

Astrologisch bedeutet das: Die Sehnsucht nach Auflösung trifft auf den Wunsch nach Klarheit. Illusionen lassen sich nicht mehr halten. Träume müssen entweder geerdet werden – oder dürfen gehen. Diese Aspekte wirken wie ein kosmischer Nebel, der sich lichtet. Was nicht echt ist, zerfällt. Was wahr ist, bleibt.

Der 29. Grad: Kein Zurück mehr

Der 29. Grad eines Zeichens gilt in der Astrologie als kritischer Abschlussgrad.
Hier geht es nicht mehr ums Lernen, sondern ums Loslassen.

Neptun fordert genau das:

  • alte Hoffnungen verabschieden

  • unrealistische Erwartungen gehen lassen

  • Frieden mit dem Nicht-Wissen schließen

Nicht alles braucht eine Erklärung. Manches darf einfach enden.

Jetzt beginnt etwas Neues: Neptun im Widder

Am 26. Januar 2026 beginnt unwiderruflich ein neues astrologisches Kapitel: Neptun tritt endgültig in den Widder ein – und damit beginnt ein völlig neuer Zyklus.

Nach Jahren der Auflösung folgt Bewegung. Nach Hingabe kommt Handlung. Nach Träumen der Mut, sie zu leben. Aber noch ist dieser Moment nicht da. Jetzt zählt das bewusste Abschließen.

Ein leiser Abschied mit Tiefe

Neptun verabschiedet sich nicht laut. Er zieht sich zurück wie eine Welle, die alles berührt hat – und Spuren hinterlässt. Diese Tage laden dich ein, still zu werden, ehrlich hinzuschauen und Platz zu schaffen.
Denn was geht, macht Raum. Und genau dieser Raum wird bald gebraucht.

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Caroline Lechner

Journalist, Redakteur, Herausgeber - [email protected]

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